Heimische
Wertschöpfungsprojekte

Innovative Kooperationen

In Projekten entlang der gesamten der Wertschöpfungskette werden innovative Verarbeiter-Erzeuger-Kooperationen beratend unterstützt. Die bio-offensive unterstützt vor allem die Startphase beim Aufbau heimischer Wertschöpfungsketten. In der Anschubphase wird aus einer Idee eine Konzeptskizze. Die Kooperationspartner prüfen ihre gemeinsame Zielsetzung und Passfähigkeit sowie den groben Investitionsbedarf und die Verlässlichkeit der Kooperation. Sie führen erste Vernetzungstreffen zur Vorbereitung der Kooperation durch. Genauso können in bereits bestehende Kooperationen neue Aufgabenfelder definiert werden oder existierenden Prozesse verbessert werden.

Kooperationsvorhaben zur professionellen Erfassung von Biorohware

In vielen Regionen Deutschlands besteht noch immer ein Defizit an professionellen Erfassungsstrukturen für die Lagerung, Aufbereitung und Distribution von Rohwaren. Eine Abstimmung von Angebot und Nachfrage ist ebenfalls ausbaufähig. Seit der vermehrten Umstellung landwirtschaftlicher Betriebe in 2016, kommen klassische Rohstoff-Ablieferer als Bio-Erzeuger hinzu. Diese Betriebe sind auf professionelle Erfassungsstrukturen angewiesen, da sie häufig nicht über qualitativ und quantitativ hinreichende Lager- und Erstaufbereitungskapazitäten verfügen. Die bio-offensive will daher bevorzugt den Aufbau von Kooperationsvorhaben in der Wertschöpfungskette unterstützen. Insbesondere sollen Bio-Verbände, Erzeugergemeinschaften oder landwirtschaftsnahe Erfassungshändler bei der Planung und Vorbereitung von Infrastrukturvorhaben, zum Handling der Rohstoffströme und bei Projekten zum Herkunftsmarketing fundiert beraten werden.

Vielfach wurde in Kooperationsvorhaben der bio-offensive die horizontale Kooperation der Landwirte in Erzeugergemeinschaften durch eine horizontale Kooperation von Verarbeitern ergänzt. Häufig fehlen ausgereifte, praxistaugliche Konzepte und die Übertragung der Erfahrungen aus Best-Practice-Beispielen. Die bio-offensive unterstützt daher an dieser Stelle innovative Kooperationsvorhaben von Herstellern mit der Landwirtschaft und von Verarbeitern untereinander.

Es wird insbesondere die Start- und erste Implementierungsphase in neuen Kooperationsvorhaben oder die Übertragung bewährter Konzepte auf neue Kooperationen gefördert. Die Innovation, sei es beispielsweise in der Art der Zusammenarbeit oder in der Auswahl besonders knapper Rohstoffe, ist bei der Auswahl der Projekte maßgeblich.